LJO Dortmund klein 

 

Was für ein fulminanter Auftakt! Mit dem ersten Satz aus Haydns Schöpfung, die als Krönung seines kompositorischen Schaffens gilt, beginnt das Landesjugendorchester NRW sein Jubiläumskonzert und leitet damit ein wahres musikalisches Feuerwerk ein. Für Schumanns Konzertstück hat das Orchester vier ehemalige LJO-ler – heute allesamt Solo-Hornisten in renommierten Sinfonieorchestern – engagiert und damit einen großen Coup gelandet. Und weil das zum Fest noch nicht genug des Guten ist, steht im zweiten Konzertteil noch Beethovens 5. Sinfonie auf dem Programm. Doppelt passend, denn das LJO wurde schließlich genau 200 Jahre nach Beethovens Geburt gegründet. On top hat der Komponist Johannes Schöllhorn dem Orchester zum runden Geburtstag ein Stück geschrieben, das mit dem japanischen Namen „skima“ einen feinen Lichtstrahl beschreibt, der in einen leeren Raum fällt. Schöner kann man ein Jubiläum kaum feiern! 

In das Landesjugendorchester NRW werden Jugendliche aufgenommen, wenn sie erste Preisträger im Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ sind oder ein Probespiel vor einer professionellen Jury bestanden haben. Das LJO NRW bietet den besten Musikerinnen und Musikern im Alter vom 14 bis 24 Jahren die Möglichkeit, große sinfonische Werke in professioneller Qualität einzustudieren. Begeisternde Spielfreude gepaart mit hohem technischen Niveau und künstlerischen Anspruch zeichnen die Konzerte dieses Auswahlorchesters aus. Für viele der ca. 100 Mitwirkenden ist das Landesjugendorchester NRW eine wichtige Vorbereitung auf das Musikstudium und wirkt sich prägend auf ihren weiteren Lebensweg aus.

Dieses hohe Niveau führt zu Konzerteinladungen im In- und Ausland sowie zu einer Förderung durch WDR3, der das Orchester regelmäßig zu CD-Produktionen in den Sendesaal nach Köln einlädt.

Der aus Unna in Westfalen stammende Sebastian Tewinkel studierte zunächst Schulmusik mit dem Hauptfach Violine an der Musikhochschule in Hannover. Anschließend schloss er ein Künstlerisches Aufbaustudium im Fach Dirigieren an der Stuttgarter Musikhochschule mit Auszeichnung ab. Von 2002 bis 2013 wirkte Sebastian Tewinkel als Künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Südwestdeutschen Kammerorchesters Pforzheim. 2009/2010 übernahm er in gleicher Funktion die Kammerphilharmonie Graubünden in Chur. Seit dem Wintersemester 2010/11 ist er außerdem Professor für Orchesterleitung an der Musikhochschule Trossingen.2012 erhielt Sebastian Tewinkel den Echo-Klassik für die Sony/BR-Produktion von Cellokonzerten von Dvorak und Saint-Saens mit Maximilian Hornung und den Bamberger Symphonikern.

 

 

 

 

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