Carl Wolf Foto klein

 

Programm

Franz Liszt                                       Funérailles (1849)

(1811-1886)

Claude Debussy                             3 Préludes (1910)

(1862-1918)                                  

Maurice Ravel                                La valse (1920)

(1875-1937)

Pause

Modest Mussorgski                      Bilder einer Ausstellung

(1839-1881)

                                                          

                                                          

Wenn junge Talente zurückkehren

Seit dem Jahre 1994 gibt es die Konzertreihe ‚Konzerte in der Remise‘ auf Burg Langendorf. Bereits als 18-Jähriger war Carl Wolf 1995 mit seinem Klaviertrio Trio con spirito Gast in der Remise. In den Jahren 2000 und 2003 begeisterte Carl Wolf das Langendorfer Publikum mit Solo-Abenden und als Solist begleitete er 2005 und 2007 Das Junge Orchester NRW.

Der Kölner Stadt-Anzeiger schrieb am 07.06.2005: "Stehende Ovationen für Carl Wolf…Völlig zu Recht, denn er musizierte mit Leib und Seele, wobei ihm spieltechnisch keine Grenzen gesetzt zu sein schienen…Wolf erzielte einen sehr reifen Ausdruck, dessen Wirkung sich in der Remise der Burg niemand entziehen konnte."

Auch wenn der in Köln geborene Pianist Carl Wolf seit vielen Jahren in der Schweiz lebt und arbeitet, ist er immer noch eng mit seinen rheinischen Wurzeln verbunden. Zum Jubiläum der Manfred Vetter-Stiftung freuen wir uns, ihn wieder auf Burg Langendorf begrüßen zu dürfen.

Nachdem er in Köln bei Roswitha Gediga und in Basel bei Krystian Zimerman studiert hat, engagiert er sich als Pianist - solistisch in Klavierabenden und in Konzerten mit Orchestern im In- und Ausland - ebenso intensiv wie als Dozent an den Musikhochschulen Basel, Zürich und dem Konservatorium Winterthur.

Darüber hinaus ist er ein gefragter Kammermusiker und Korrepetitor, hier vor allem in Basel in enger Zusammenarbeit mit den Cello-Professoren Thomas Demenga, Ivan Monighetti und Rafael Rosenfeld.

Carl Wolfs Vielseitigkeit, seine schnelle Auffassungsgabe und sein beeindruckendes Blattspiel verleihen ihm eine hohe Flexibilität und lassen sein musikalisches Répertoire in allen Bereichen stetig anwachsen.

Eine Solo-CD mit Werken von Grieg, Janacek, Bach-Busoni und Schumann fand bei Presse und Publikum großen Anklang.

LJO Dortmund klein 

 

Dirigent: Hannes Krämer

Viola: Volker Jacobsen

Wolfgang Amadeus Mozart                    Ouvertüre zu Idomeneo

(1756-1791)

Béla Bartók                                               Violakonzert

(1881-1945)

 

Peter IljitschTschaikowsky                    Sinfonie Nr. 5

(1840-1893)

Das Landesjugendorchester NRW bietet den besten Musikerinnen und Musikern im Alter vom 14 bis 24 Jahren die Möglichkeit, große sinfonische Werke in professioneller Qualität einzustudieren. Die etwa hundert Mitglieder dieses Auswahlensembles haben sich durch ein anspruchsvolles Probespiel oder ihre hervorragende Platzierung beim Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ qualifiziert. Sie kommen mehrmals pro Jahr während der Schulferien zu intensiven Proben zusammen und studieren bei jeder Arbeitsphase ein neues und künstlerisch interessantes Konzertprogramm ein. Unterrichtet werden sie dabei von Profimusikern namhafter Sinfonieorchester aus NRW. Mit dem WDR-Sinfonieorchester besteht seit 2006 eine lebendige tutti-pro-Patenschaft.

Die Arbeitsphasen schließen mit Konzerten in Nordrhein-Westfalen, CD-Produktionen oder auch Auslandstourneen. Ziele dieser Reisen waren unter anderem Frankreich, Portugal, Tschechien, Ungarn, das Baltikum, Russland und China. 2014 konzertiert das Landesjugendorchester NRW in Polen auf Einladung des Auswärtigen Amtes in namhaften Sälen von Breslau, Krakau und Warschau.

Seit 2013 entwickelt das Landesjugendorchester NRW besondere Konzertformate, die sich mit der Ästhetik einzelner Werke in ihren zeitlichen oder inhaltlichen Zusammenhängen befassen. So hat eine Mahlersinfonie mit Lesungen zwischen den Sätzen den Jahrestag der Reichsprogromnacht 2013 kulturell erlebbar gemacht. Am 20. Oktober 2015 werden die Jugendlichen musikalischer Part einer inszenierten Bruckner-Sinfonie im Theater Duisburg sein; ein Projekt, das eigens vom LJO entwickelt wurde.

Begeisternde Spielfreude gepaart mit hohem technischen Niveau und künstlerischen Anspruch zeichnen die Konzerte dieses Auswahlorchesters aus. Für viele Mitwirkende ist das Landesjugendorchester NRW eine wichtige Vorbereitung auf das Musikstudium und wirkt sich prägend auf ihren weiteren Lebensweg aus.

Nach erfolgreichen Engagements in ganz Europa zählt Hannes Krämer heute zu den aufstrebenden jungen Dirigenten Deutschlands. Dank seiner virtuosen Technik und seiner emotionalen Vermittlungsgabe überzeugt er Musiker, Publikum und Kritiker gleichermaßen. Nach mehreren Jahren als Geiger der Bamberger Symphoniker – Bayerische Staatsphilharmonie, setzte Hannes Krämer 2005 mit dem Dirigieren einen neuen Schwerpunkt in seinem Leben. Bereits zu Beginn seiner Karriere fiel Hannes Krämer durch erfolgreiche Teilnahme an verschiedenen Wettbewerben auf.

Besonderes Engagement entwickelte Hannes Krämer in Zusammenarbeit mit jungen Nachwuchsmusikern. Er arbeitete mit verschiedenen Jugendorchestern in Deutschland und ganz Europa, wie der Jungen Deutschen Philharmonie, dem Landesjugendorchester Rheinland-Pfalz, der Jungen Philharmonie Erlangen, dem Jungen Tonkünstlerorchester Bayreuth, dem Orchestra Sinfonica Internationale F. Fenaroli sowie dem IBM Orchestra in Rom und den Orchestern der Musikhochschulen Ljubljana, Würzburg und Köln-Wuppertal.

Von 2007 bis 2009 war Hannes Krämer erster Gastdirigent des Internationalen Mahler Orchesters, dem Marina Mahler als Präsidentin vorsteht. Mit diesem Orchester reiste er regelmäßig nach London und ins europäische Ausland.

Volker Jacobsen wurde 1970 in Hannover geboren und studierte bereits als Vorstudent ab 1989 an der Musikhochschule Lübeck bei Prof. Barbara Westphal. Ebenfalls 1989 gründete er das Artemis Quartett. Nach seinem Konzertexamen in Lübeck folgte 1997-99 ein Kammermusikstudium als DAAD-Stipendiat beim Alban Berg Quartett in Wien.

Neben herausragenden internationalen Erfolgen mit dem Artemis Quartett (Erste Preise beim Deutschen Musikwettbewerb 1995, ARD-Musikwettbewerb 1996,Premio Paolo Borciani 1997) und regelmäßigen Konzerten bei allen großen Kammermusikreihen und Festivals in Europa, Nord- und Südamerika, Japan und Australien gastierte Volker Jacobsen 1997 mit dem Artemis Quartett auch bei den Konzerten in der Remise auf Burg Langendorf. Vielfach ausgezeichnet setzte er seine intensive Konzerttätigkeit als Kammermusiker fort und arbeitete in Konzert- und Aufnahmeprojekten mit Lars Vogt, Matthias Kirschnereit, Christian Tetzlaff, Isabelle Faust, Daniel Gaede, Isabelle van Keulen, Gustav Rivinius und Sharon Kam zusammen.

Von 2005 bis 2007 war Volker Jacobsen Professor für Kammermusik an der Universität der Künste Berlin sowie Visiting Professor an der Chapelle Reine Elisabeth in Brüssel. Seit 2007 ist er Professor für Viola an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover.

12 KIO NRW Foto bearbeitet klein

 

Dirigent: Witolf Werner

Moderation: Britta Weyers

„HELDEN“

 

Richard Straus                              Anfang aus „Also sprach Zarathustra“

(1864-1949)

Filmmusik „Star Wars“                Medley

 

Ludwig van Beethoven               Fidelio Ouverture

(1770-1827)

Michael Kamen                              Robin Hood (arr. Steven L. Rosenhaus)

(1948-2003)

Joseph Haydn                               Sinfonie Nr. 69 ( Laudon) - 1. Satz

(1732-1809)

Richard Wagner                            Ausschnitt aus „Lohengrin“

(1813-1883)

 

Kinder kennen viele Helden und Heldinnen. Von Pippi Langstrumpf über TKKG bis hin zu Star Wars Figuren ist alles dabei; kleine Ritter, zarte Elfen, jeder hat schon zur Rettung bei kleinen und großen Katastrophen beigetragen. Kinder kennen nicht nur diese Helden, sie spielen sie auch und damit sind sie selbst die Helden in ihrem Spiel. Diese Phantasie greift das Familienkonzert auf, wenn die Erzählerin Britta Weyers zusammen mit den kleinen Helden im Publikum und im Kinderorchester einen kniffligen Fall zu lösen hat. Die 85 jungen Musiker/innen ab zehn Jahren verhelfen mit den Musikstücken von Haydn, Beethoven, Wagner und Strauss zu Spannung und manch unerwarteter Wendung in der Geschichte. Und auch das Publikum soll bei der Lösung des Falles beitragen: denn Mitgebrachtes bringt Britta Weyers auf neue Spuren und vielleicht ist es zuletzt der ein Einfall aus dem Publikum, der zum großen Durchbruch verhilft...

Das 2006 gegründete Kinderorchester NRW widmet sich ausdrücklich der Förderung sehr junger, begabter MusikerInnen zwischen zehn und vierzehn Jahren, die Freude am gemeinsamen Musizieren haben und sich weit über den Instrumentalunterricht hinaus engagieren möchten. Ziel der intensiven Orchesterarbeit ist die Stärkung und Festigung der musikalischen, sozialen und persönlichen Kompetenzen seiner jungen Mitglieder. Mit hoher Motivation und viel Begeisterung für die Musik treffen sie regelmäßig zu Arbeitsphasen zusammen und erarbeiten an Wochenenden und während der Ferien sinfonische Literatur im Original oder als Bearbeitung. Das Orchester präsentiert sich schließlich mit Konzerten in ganz Nordrhein-Westfalen. Die außergewöhnliche Leistungsfähigkeit und der hohe Einsatzwille der jungen Orchestermitglieder begeistern das Publikum immer wieder aufs Neue.

Das Orchester wurde im September 2006 gegründet und von der Musikschule Bochum organisatorisch betreut. Von 2008 bis 2012 befand sich das Orchester in der Trägerschaft der Stiftung „Jedem Kind ein Instrument“ in Bochum und hieß KinderOrchesterRuhr. Seit 2013 wird es vom „Verein zur Förderung von Landesjugendensembles NRW e.V.“ organisiert und trägt nun den Namen Kinderorchester NRW. Dirigiert wurde das Orchester bislang von Samuel Bächli (Musiktheater im Revier Gelsenkirchen), Barbara Rucha (MHS Leipzig), Gottfried Engels (MHS Köln), Bernd Wilden (Theater Bielefeld) und Witolf Werner (Wiener Staatsoper).

Seinen ersten öffentlichen Auftritt hatte das Orchester im Februar 2007 in der Jahrhunderthalle in Bochum. Auftritte folgten in verschiedenen Konzertsälen des Ruhrgebiets, sowie Open Air im Rahmen der NRW-Tage in Paderborn, Wuppertal und des Bochumer Musiksommers. Höhepunkte waren Konzerte in der Philharmonie Essen und im Park des Bundeskanzleramtes in Berlin. Einen besonderen Auftritt hatte das Orchester 2010 zum Auftakt der Kulturhauptstadt: Neben zahlreichen Prominenten war es in der Sendung „Glück Auf Ruhr.2010 – Die Show“ zu Gast und präsentierte gemeinsam mit dem Gelsenkirchener Kinderchor die Hymne „Bochum“ von Herbert Grönemeyer. Im Rahmen einer Kooperation mit den Bergischen Symphonikern im Frühjahr 2009 hat darüber hinaus deren Generalmusikdirektorin Romely Pfund die Leitung für ein Programm übernommen. 2010 konnte eine Auswahl der jungen Musikerinnen und Musiker an einer Kooperation mit dem Mahler Chamber Orchestra teilnehmen: Unter der Leitung von Ton Koopmann (NL) wurde Händels Feuerwerksmusik im Dortmunder Konzerthaus dargeboten.

Dieses Konzert findet in Kooperation mit der LAGA GmbH Zülpich statt.

 

14 JuMu 2015 klein

 

 

„Jugend musiziert“ - der große musikalische Jugendwettbewerb - motiviert Jahr für Jahr über 20.000 junge Musikerinnen und Musiker zu besonderen künstlerischen Leistungen. Er ist eine Bühne für viele, die als Solisten oder im Ensemble ihr musikalisches Können in der Öffentlichkeit zeigen und sich einer fachkundigen Jury präsentieren wollen. Neben dem musikalischen Wettbewerb geht es bei “Jugend musiziert“ um die Begegnung musikbegeisterter Jugendlicher und um die Bewältigung einer besonderen künstlerischen Herausforderung. Die konzentrierte Arbeit mit dem Musikinstrument oder der Singstimme, die Auseinandersetzung mit Werken verschiedener Musikepochen oder das gemeinsame Erlebnis beim Musizieren im Ensemble bereichern alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer und fördern ihre Entwicklung.

"Jugend musiziert" hat in nunmehr 53 Jahren wesentliche Impulse für das Musikleben in Deutschland gegeben. Der Wettbewerb hat künstlerische Maßstäbe gesetzt und auch für weniger gebräuchliche Instrumente, für weniger bekannte Werke und neue Stilrichtungen eine Plattform geschaffen. Die jährlich wechselnden Instrumental- und Vokal-Kategorien liefern wichtige Literaturtipps und geben Anregungen und Ziele für die Arbeit im Unterricht. “Jugend musiziert“ wird von Musikschulen und allgemein bildenden Schulen, von privaten Musikerziehern und Hochschullehrern sowie von vielen musikpädagogischen Verbänden und Interessengemeinschaften gefördert und unterstützt. Der Deutsche Musikrat, die öffentlichen Musikschulen und musikpädagogische Organisationen sichern die organisatorische Durchführung; Bund, Länder und Gemeinden sowie die Sparkassen-Finanzgruppe und zahlreiche weitere private und öffentliche Unterstützer stellen die notwendigen Mittel zur Verfügung.

"Jugend musiziert" ist offen für Schülerinnen und Schüler, Auszubildende, junge Berufstätige und Studierende, die nicht in einer musikalischen Berufsausbildung stehen. "Jugend musiziert“ steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Der Wettbewerb gliedert sich in drei Phasen: Aus mehr als 140 Regionalwettbewerben gehen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 16 Landeswettbewerbe in Deutschland und der 3 Landeswettbewerbe der Deutschen Schulen im Ausland (Mittelmeer-West, Mittelmeer Ost sowie Nord- und Westeuropa) hervor. Die ersten Landespreisträgerinnen und Landespreisträger werden zum Bundeswettbewerb entsandt, der 2016 in Kassel stattfindet. Auf allen drei Wettbewerbsebenen werden Urkunden und Preise vergeben. Die besten Leistungen im Bundeswettbewerb zeichnet das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aus. Stiftungen, Organisationen, Institutionen und Privatpersonen vergeben darüber hinaus zahlreiche Sonderpreise und Stipendien.

Die „Besonderen Besetzungen“ bei Jugend musiziert sind seit vielen Jahren Ziel der Förderung durch die Manfred-Vetter-Stiftung für Kunst und Kultur. In dieser Wertungskategorie treten Ensembles mit 2 bis 13 Spielern an – in spannendsten Besetzungen und mit faszinierender Musikliteratur in den Bereichen der Alten Musik, der Klassik und Romantik sowie der Neuen Musik. Das Konzert in der Remise wird von den aktuellen Bundespreisträgern des Jahres 2016 bestritten, die beim Bundeswettbewerb Pfingsten einen ersten Preis errungen haben werden und den Sonderpreis der Manfred-Vetter-Stiftung für Kunst und Kultur zugesprochen bekommen. Man kann fast sicher sein, die jungen Ausnahmetalente wird man in einigen Jahren auf großen Podien hören können. 2016 liegt der stilistische Fokus der Besonderen Besetzungen auf dem Bereich der Alten Musik mit Werken aus Renaissance und Barock.

Zum Konzert mit den aktuellen Preisträgerinnen und Preisträgern: da die Besetzung und die Werke erst nach Pfingsten mit Abschluss des Bundeswettbewerbes 2016 feststehen, kann das Programm des Konzertes erst unmittelbar im Anschluss zusammengestellt werden. Somit werden Sie, liebe Konzertbesucher, erneut ein „Überraschungskonzert“ erleben, das sicher wieder viele freudige Eindrücke mit den jungen Menschen und der frischen Art ihres Musizierens vermitteln wird – sozusagen lebendiges kulturelles Erbe oder: „ein Spiel mit (dem) Feuer“!

 

JJO NRW Foto Gerhard Richter klein

 

Künstlerische Leitung und Dirigenten

Stefan Pfeifer-Galilea

Gabriel Perez

 

Eigenkompositionen und Arrangements des künstlerischen Leitungsteams des JJO NRW sowie Auftragskompositionen namhafter Jazzarrangeure aus NRW

„Mal laut, mal leise, innovativ, der Tradition verpflichtet“

40 Jahre JugendJazzOrchester NRW

Das JugendJazzOrchester NRW feierte 2015 sein 40-jähriges Bestehen. 1975 als erstes Ensemble seiner Art in der Bundesrepublik Deutschland mit Unterstützung des damaligen nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Johannes Rau gegründet, hat es sich zu einer Big Band mit Vorbildcharakter für viele weitere LandesJugend­JazzOrchester entwickelt.

Das JJO NRW hat sich insbesondere durch ausgefallene und innovative Projekte

einen Namen gemacht. Dazu gehört vor allem die Zusammenarbeit mit Künstlern und Ensembles anderer Musikgenres sowie mit klassischen Orchestern. Die Bereitschaft und die Kompetenz, mit der das Auswahlensemble stilübergreifend agiert, führen zu zahlreichen interessanten Kombinationen, die neugierig machen, manchmal auch provozieren. Hinzu kommen regelmäßig Einladungen an namhafte Solisten aus dem Bereich des Jazz ebenso wie aus den Sparten Pop und Chanson.

Ein Dutzend Tonträgerproduktionen belegen die vielfältigen Aktivitäten und die

Präsenz in der Szene.

Als Kulturbotschafter für NRW in Sachen Jazz führten bislang 37 Konzertreisen des Orchesters rund um den Globus. Das Ensemble sieht es nach wie vor als besondere Herausforderung, Jazz aus Nordrhein-Westfalen auch in jenen Ländern zu präsentieren, in denen diese Musik noch eine Ausnahme darstellt. Konzertreisen dieser Art schweißen die Band zusammen, vermitteln den Jugendlichen Eindrücke und Begegnungen, die sie für ihren weiteren Lebensweg entscheidend prägen.

2010 erhielt die Band, wie schon 2006, beim Bundeswettbewerb für Auswahlorchester einen 1. Preis, 2013 wurde ihr der WDR-Jazzpreis in der Kategorie „NRW-Jazznachwuchs“ zugesprochen.

Den WDR-Jazzpreis 2016 in der Kategorie „Komposition“ hat der künstlerische Leiter des JJO Stefan Pfeifer-Galilea gewonnen. Im Jahre 2008 hat auch Gabriel Perez diesen Preis gewonnen.

                                  

Jaffe LJO klein

 

Dirigent: Prof. Herbert Buchberger

Violine: Lara Boschkor

       

Yasutaki Inamori                           Neues Werk

(geb. 1978)

Wienjawski                                     Violinkonzert Nr. 1 fis-moll op. 14

(

Johannes Brahms                         Sinfonie Nr. 4

(1833 – 1897)

Ausführliche Informationen zum Landesjugendorchester NRW finden Sie unter dem Frühjahrskonzert am 30.04.16.

Der Frankfurter Kammermusiker, Hochschullehrer, Dirigent und Geiger Hubert Buchberger studierte von 1970 bis 1978 an der Musikhochschule seiner Heimatstadt Violine und Kammermusik. Er ist Gründer des Buchberger-Quartetts (1974 – 2014), das nach mehreren Wettbewerbserfolgen eine rege Konzert- und Aufnahmetätigkeit im In- und Ausland entfaltete. Zu Joseph Haydns 200. Todestag im Jahr 2009 legte das Quartett eine 23 CDs umfassende Gesamtaufnahme aller Werke für Streichquartett vor, die ein hervorragendes internationales Presseecho fand.

1977 erhielt Hubert Buchberger einen Lehrauftrag für Kammermusik an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main; seit 1988 ist er dort hauptamtlicher Professor für Kammermusik.

Als Dirigent widmet er sich insbesondere jungen Ensembles aller Qualitätsstufen, vom Musikschulorchester bis zum European Youth Orchestra. Von 1974 bis 2011 war er künstlerischer Leiter des Offenbacher Kammerorchesters, seit 1990 leitet er die aus ausgewählten Studierenden der Frankfurter Hochschule bestehende Sinfonietta Frankfurt und 2005 wählte ihn das Collegium Musicum Aschaffenburg zu seinem Chefdirigenten. Außerdem ist er seit Frühjahr 2002 „Ständiger Dirigent“ des Landesjugendorchesters Nordrhein-Westfalen.

Als künstlerischer Leiter gestaltete er von 2005 bis 2010 das Osnabrücker Musikfestival „classic con brio“. Von 1996 bis 2013 war er Präsident der „Mozart-Stiftung von 1838 zu Frankfurt am Main“, die sich der Förderung junger Komponisten widmet.

Lara Boschkor wurde 1999 in Tübingen geboren und begann mit dem Violinspiel im Alter von vier Jahren. Als Jungstudentin ist sie derzeit an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main in der Klasse von Erik Schumann eingeschrieben.

Die junge Geigerin konnte bereits zahlreiche Preise und Auszeichnungen gewinnen. Dazu zählen der erste Preis der Jeunesses International Violin Competition 2011, der zweite Preis des Internationalen Johannes Brahms Violinwettbewerbs 2012 sowie der erste Preis des Carl Flesch Violinwettbewerbs 2013. 2015 erhielt sie außerdem den ersten Preis der Johansen International String Competition. Gefördert wird das Nachwuchstalent von der Deutschen Stiftung Musikleben, der Bruno Frey Stiftung und seit 2015 mit einem Stipendium der Peter Ustinov Stiftung.

Als Solistin konzertierte sie bereits unter anderem mit den Osaka Symphonikern, dem Armenischen Philharmonischen Orchester und dem Staatlichen Symphonieorchester Mexiko. Kammermusikalisch gastierte sie bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, den Musiktagen Mondsee, dem Oberstdorfer Musiksommer sowie dem Schleswig-Holstein Musikfestival.

2015 nahm Lara Boschkor als aktive Teilnehmerin bei Donald Weilerstein an den
Geigen Meisterkursen der Kronberg Academy teil und wurde mit dem Prinz von Hessen-Preis ausgezeichnet. Seit Oktober 2015 studiert sie als Junge Solistin im Precollege der Kronberg Academy.